Taufe

Taufe

„Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen.“

Joh. 3,5

Durch die Taufe wird ein Mensch zum Kind Gottes, zum Sohn oder zur Tochter Gottes, und somit Teil der Glaubensgemeinschaft der Christen: der Kirche. Die Taufe ist eine zweite Geburt: aus dem Kind irdischer Eltern wird zugleich ein Kind Gottes. So dürfen wir zu Gott „Vater“ sagen. Das Kind Gottes ist von Gott sozusagen ‚adoptiert‘.

Das Eintauchen in Wasser (oder wie zur Zeit in unserer Kirche ersatzweise üblich: das Übergießen mit Wasser) versinnbildlicht die Teilhabe des Täuflings an Tod und Auferstehung Christi, denn in der Taufe werden wir Christus ähnlich. Zugleich reinigt die Taufe von der Erbschuld (der Verstrickung in das Böse, aus dem wir uns selbst nicht befreien können) und von allen Sünden. Mit der Taufe beginnt ein neues Leben in Jesus Christus und mit allen, die an Ihn glauben.

Die Taufe ist der erste und grundlegende Schritt zur Eingliederung in die Kirche. Die weiteren Schritte sind Firmung und Erstkommunion. Der Täufling wird durch die Taufe eingegliedert in den ‚geheimnisvollen Leib Christi‘, der die Kirche ist. Denn die Kirche ist wie ein Leib, bestehend aus vielen unterschiedlichen Gliedern, die geeint sind durch das Haupt, das Jesus Christus selbst ist.

„Christ erkenne deine Würde. Du bist der göttlichen Natur teilhaftig geworden, kehre nicht zur Erbärmlichkeit zurück und lebe nicht unter deiner Würde. Gedenke, das du der Macht der Finsternis entrissen und in das Reich Gottes aufgenommen bist. Durch das Sakrament der Taufe wurdest du ein Tempel des Heiligen Geistes.“

Papst Leo der Große († 461), einer der 4 großen abendländischen Kirchenlehrer

Die Taufe ist Voraussetzung für den Empfang aller anderen Sakramente. Glaube und Taufe gehören wesentlich zusammen. Dies wird besonders deutlich bei der Erwachsenentaufe oder der Taufe älterer Kinder. Aber auch die Kleinkindtaufe zielt auf den Glauben des Kindes, für den Eltern und Paten eintreten müssen. Sie übernehmen die Verantwortung, ihr Kind im Glauben zu erziehen. Bei der Taufe versprechen sie dies feierlich.

So fragt der Priester die Eltern zu Beginn der Taufe:
„Liebe Eltern, Sie möchten, dass Ihr Kind getauft wird. Das bedeutet für Sie: Sie sollen Ihr Kind im Glauben erziehen und es lehren, Gott und den Nächsten zu lieben, wie Jesus es vorgelebt hat. Sie sollen mit Ihrem Kind beten und ihm helfen, seinen Platz in der Gemeinschaft der Kirche zu finden. Sind Sie dazu bereit?“

Die Paten fragt der Priester:
„Liebe Paten, die Eltern dieses Kindes haben Sie gebeten, das Patenamt zu übernehmen. Sie sollen Ihr Patenkind auf dem Lebensweg begleiten, es im Glauben mittragen und es hinführen zu einem Leben in der Gemeinschaft der Kirche. Sind Sie bereit, diese Aufgabe zu übernehmen und damit die Eltern zu unterstützen?“

Pate / Patin

Der Pate oder die Patin verpflichten sich also, dass der Getaufte ein der Taufe entsprechendes christliches Leben führt und die damit verbundenen Pflichten erfüllt. Taufpaten haben ein kirchliches (nicht familiäres) Amt: sie sind Begleiter des Täuflings im Glauben. Daher sollten sie sich zum Glauben der Kirche bekennen und ihn praktizieren. Das Glaubensbekenntnis, das die Paten stellvertretend für den Täufling ablegen, können sie sinnvollerweise nur, wenn sie Angehörige der katholischen Kirche sind. Daher müssen die Paten katholisch und gefirmt, wenigstens 16 Jahre alt und nicht aus der Kirche ausgetreten sein. Sofern die Paten nicht in Übach-Palenberg getauft wurden, ist bei der Anmeldung ein aktueller ‚Auszug aus dem Taufregister‘ vorzulegen, den der Pate oder die Patin beim Tauf-Pfarramt anfordern kann.

Vorgesehen ist ein Pate oder eine Patin. In Deutschland sind vielerorts aber auch zwei Paten üblich. Von diesen muss dann einer männlichen und der andere weiblichen Geschlechts sein.

Ein Getaufter, der einer nichtkatholischen kirchlichen Gemeinschaft angehört, darf nur zusammen mit einem katholischen Paten, und zwar als Taufzeuge, zugelassen werden.

Sollte sich kein geeigneter Pate oder Patin finden, ist eine Taufe auch ohne Pate möglich.

Das Wort ‚Pate‘ kommt vom lateinischen ‚Patrinus“, zu deutsch: „Mit-Vater“. Ursprünglich war die Aufgabe des Taufpaten eine Bürgschaft für die Glaubwürdigkeit eines erwachsenen Taufbewerbers abzulegen und die Taufe zu bezeugen. Nachdem allgemein die Kindertaufe üblich geworden war, trat diese Aufgabe in den Hintergrund.
Taufname

„Ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir“ (Jes 43,1). In der Taufe ruft Gott den Menschen bei seinem Namen und wendet sich ihm persönlich zu. Deshalb hat der Taufname eine ganz besondere Bedeutung und sollte der Name eines Heiligen sein, der dem Täufling Vorbild und Helfer sein kann.

Üblicherweise wird als Taufname der bürgerliche Rufname gewählt, muss es aber nicht. Insbesondere wenn der bürgerliche Vorname keinem Heiligen zugeordnet werden kann, empfiehlt es sich, dem Vornamen einen zweiten Heiligennamen bei der Taufe hinzuzufügen.

Aufgrund der Wichtigkeit des Taufnamens hat auch die jährliche Feier des Namenstages eine besondere Bedeutung.

Hilfe für die christliche Namensfindung erhalten Sie unter www.heiligenlexikon.de oder www.heilige.de.

Taufkerze

Die Taufkerze, die an der Osterkerze entzündet wird, zeigt an, dass Christus den Getauften erleuchtet hat. In Christus sind die Getauften nun „Licht der Welt“, weil sie Christus gleichgestaltet wurden, der selber das Licht der Welt ist.

Bitte beachten Sie beim Kauf der Taufkerze, dass das Kind die Taufkerze später bei der Erstkommunion in unserer Pfarrei tragen soll. Dies betrifft nicht nur das Gewicht, sondern auch den Durchmesser.

Taufkleid

Die Taufe ist durchaus mit einer Hochzeit vergleichbar. So wie bei der Hochzeit zwei Menschen einen unauflöslichen Bund miteinander eingehen, so wird durch die Taufe der Mensch unauflöslich mit Gott verbunden. In gewisser Weise ist also das Taufkleid ein Hochzeitskleid. Wie beim Brautkleid weist das Weiß auf Reinheit, Unschuld, Erwartung und Freude hin. Es weist hin auf das Ziel der Taufe: das himmlische Hochzeitsmahl mit Christus.

Das Taufkleid steht aber auch für Christus selbst. „Ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus als Gewand angelegt, so schreibt der hl. Apostel Paulus in seinem Brief an die Galater. Das Taufkleid zeigt auch: Gott umhüllt den Menschen. Es wird daher unmittelbar nach der Taufe an-oder aufgelegt.

Obwohl das Taufkleid an das das Hoch-zeitskleid erinnert, soll es schlicht sein. Denn in Demut empfängt der Täufling das unverdiente Geschenk der Taufe. Darüber hinaus sollte das Taufkleid viel zu lang sein! Die übermäßige Länge des Taufkleides weist uns hin auf die Größe Gottes und zeigt uns, dass der Glaube an Ihn so groß ist, dass der Christ in seine Rolle als Christ erst hineinwachsen muss.

Im übrigen ist auch die Albe des Priesters, die dieser unter dem Messgewand trägt, aus dem gleichen Grund immer viel zu lang. Es schaut unter dem Messgewand hervor und muss gerafft werden, damit er nicht stolpert.

Das Taufkleid sollte also weiß, schlicht und viel zu lang sein!

Sollte kein Taufkleid vorhanden sein, so wird bei der Tauffeier dem Täufling ein Taufkleid der Pfarrei aufgelegt.

Tauftermine 2018-2019
  • Samstag, 28.07.2018 in St. Fidelis zu Boscheln
  • Samstag, 04.08.2018 in St. Theresia zu Palenberg
  • Samstag, 18.08.2018 in St. Mariae Himmelfahrt zu Scherpenseel
  • Samstag, 25.08.2018 in St. Dionysius zu Frelenberg
  • Samstag, 08.09.2018 in St. Dionysius zu Übach
  • Samstag, 15.09.2018 in St. Mariae Heimsuchung zu Marienberg
  • Samstag, 22.09.2018 in St. Fidelis zu Boscheln
  • Samstag, 06.10.2018 in St. Theresia zu Palenberg
  • Samstag, 13.10.2018 in St. Dionysius zu Übach
  • Samstag, 20.10.2018 in St. Mariae Himmelfahrt zu Scherpenseel
  • Samstag, 27.10.2018 in St. Dionysius zu Frelenberg
  • Samstag, 03.11.2018 in St. Theresia zu Palenberg
  • Samstag, 10.11.2018 in St. Dionysius zu Übach
  • Samstag, 17.11.2018 in St. Mariae Heimsuchung zu Marienberg
  • Samstag, 24.11.2018 in St. Fidelis zu Boscheln
  • Samstag, 08.12.2018 in St. Dionysius zu Übach
  • Samstag, 15.12.2018 in St. Mariae Himmelfahrt zu Scherpenseel
  • Samstag, 05.01.2019 in St. Theresia zu Palenberg
  • Samstag, 12.01.2019 in St. Dionysius zu Übach
  • Samstag, 19.01.2019 in St. Mariae Heimsuchung zu Marienberg
  • Samstag, 26.01.2019 in St. Fidelis zu Boscheln
  • Samstag, 02.02.2019 in St. Theresia zu Palenberg
  • Samstag, 09.02.2019 in St. Dionysius zu Übach
  • Samstag, 16.02.2019 in St. Mariae Himmelfahrt zu Scherpenseel
  • Samstag, 23.02.2019 in St. Dionysius zu Frelenberg
  • Samstag, 02.03.2019 in St. Theresia zu Palenberg
  • Samstag, 09.03.2019 in St. Dionysius zu Übach
  • Samstag, 16.03.2019 in St. Mariae Heimsuchung zu Marienberg
  • Samstag, 23.03.2019 in St. Fidelis zu Boscheln
  • Samstag, 06.04.2019 in St. Theresia zu Palenberg
  • Samstag, 13.04.2019 in St. Dionysius zu Übach
  • Samstag, 27.04.2019 in St. Dionysius zu Frelenberg
  • Samstag, 04.05.2019 in St. Theresia zu Palenberg
  • Samstag, 11.05.2019 in St. Dionysius zu Übach
  • Samstag, 18.05.2019 in St. Mariae Heimsuchung zu Marienberg
  • Samstag, 25.05.2019 in St. Fidelis zu Boscheln
  • Samstag, 01.06.2019 in St. Theresia zu Palenberg
  • Samstag, 08.06.2019 in St. Dionysius zu Übach
  • Samstag, 15.06.2019 in St. Mariae Himmelfahrt zu Scherpenseel
  • Samstag, 22.06.2019 in St. Dionysius zu Frelenberg
  • Samstag, 06.07.2019 in St. Theresia zu Palenberg
  • Samstag, 13.07.2019 in St. Dionysius zu Übach
  • Samstag, 20.07.2019 in St. Mariae Heimsuchung zu Marienberg
  • Taufzeit ist 15.00 Uhr.

    Die Tauffeiern sind gemeinschaftlich. Es werden so viele Kinder getauft, wie zu den einzelnen Terminen angemeldet werden.

    Tauforte

    Taufort ist die Pfarrkirche Sankt Dionysius zu Übach. Zu den oben genannten Terminen wird auch in St. Theresia, St. Fidelis, St. Dionysius zu Frelenberg, St. Mariae Heimsuchung und St. Mariae Himmelfahrt getauft.

    Anmeldung

    Die Anmeldung zur Taufe kann während der Öffnungszeiten im Pfarrbüro erfolgen.
    Das Anmeldeformular finden Sie hier als pdf-Datei: Taufanmeldung

    Taufgespräch

    Für ein Taufgespräch meldet sich der Priester in der Regel eine Woche vor dem Tauftermin.

    Fotos

    Selbstverständlich dürfen bei der Taufe Fotos gemacht werden. Auch nach der Taufe sind Gruppenfotos am Taufbrunnen möglich. Allerdings sollten während der Verkündigung des Evangeliums und der Ansprache keine Fotos gemacht werden, da dies alle zu sehr ablenkt.

    Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Fotos die Regeln der DSGVO. Genauso bei den fotografierten Personen das Recht am eigenen Bild (§§ 22 ff. KunstUrhG).

    Taufe von Kindern im Vorschul- und Schulalter


    Ab etwa 5 Jahren werden die Kinder nicht mehr im Kindertaufritus getauft, da sie nun ihren Glauben selbst bekennen können. Nach einer Vorbereitungszeit (Taufkatechumenat) werden die Kinder nach der Feier der Aufnahme in das Katechumenat, der Übergabe des Vater unsers, des Glaubensbekenntnisse und der Annahme zur Taufe, getauft. Es handelt sich im Grunde um einen vereinfachten Erwachsenentaufritus.

    Einmal jährlich bieten wir nach den Sommerferien, im Hinblick auf die Erstkommunionvorbereitung, ein Taufkatechumenat für Kinder an.

    Termine für das Taufkatechumenat
    • Samstag, 01. September 2018
    • Samstag, 08. September 2018
    • Samstag, 15. September 2018
    • Samstag, 22. September 2018

    jeweils von 10:30 Uhr bis 13:00 Uhr im Theresiensaal, Barbarastr. 18, Palenberg

    Tauffeier
    • Die Taufe feiern wir am 29. September um 12.30 Uhr in Sankt Theresia zu Palenberg.

    Ihr Kind können Sie bis zum 24. August bei Frau Müller anmelden: Tel.: 02451/4 82 82 25 oder E-Mail: mueller@petrus.de.
    Alle Informationen zum Taufkatechumenat für Kinder im Vorschul- und Schulalter finden Sie hier im Flyer als pdf-Datei: Taufkatechumenat 2018

    Erwachsenentaufe

    Ab 14 Jahre wird im Erwachsenenritus getauft. Die Vorbereitung wird individuell vereinbart. In der Regel dauert das Taufkatechumenat 1 Jahr und die Feier der Taufe ist in der Osternacht.