Ehe

Ehe

„Einen Menschen lieben, heißt ihn so zu sehen, wie Gott ihn gemeint hat.“

Fjodor Michailowitsch Dostojewski (russischer Dichter, *1821, †1881)

Unauflöslichkeit

Die katholische Ehe hat eine Besonderheit: eine einmal gültig geschlossene Ehe ist unauflöslich, eine kirchliche Wiederheirat ist also nicht möglich. Das ist keine Rückständigkeit oder Weltfremdheit der Kirche, sondern hat seinen Grund in Gott selbst. Die Ehe ist ein von Jesus Christus eingesetztes Sakrament.

Ein Sakrament bewirkt genau das, was es bezeichnet. So wird man in der Taufe wirklich Kind Gottes und darf Gott „Vater“ nennen. In der Eucharistiefeier werden aus Brot und Wein wirklich Leib und Blut Christi und wir empfangen in der heiligen Kommunion Ihn selbst. Es geht hier also um Dimensionen, die nur im Glauben erfasst werden können. Die Ehe gehört auch zu diesen wirksamen Zeichen.

In der Ehe zeigt sich die Liebe Gottes zu den Menschen und Seine schöpferische Kraft im Menschen. Wo Mann und Frau sich lieben, sind sie ein Bild dafür, wie Gott die Menschen liebt. Denn die Liebe ist eben nicht nur ein biochemischer Prozeß in unserem Gehirn, sondern viel mehr. Gott ist der Ursprung der Liebe. Deshalb können wir in der menschlichen Liebe den Urheber der Liebe erkennen.

Gott wäre aber nicht Gott, wenn Er einen Anfang und ein Ende hätte. In Ihm ist alles vollkommen und ewig. Daher ist auch Seine Liebe zu uns Menschen nicht begrenzt, sondern ewig. „Die Liebe hört niemals auf“, schreibt aus diesem Grund der heilige Apostel Paulus in seinem 1. Brief an die Korinther.

In Liebe zu den Menschen schloss Gott mit ihnen einen Bund in Jesus Christus. Dieser Bund Gottes mit den Menschen ist endgültig und unauflöslich. Von daher ist auch das Zeichen, das diese Liebe Gottes zu uns Menschen zeigt, nämlich die Ehe, unauflöslich. Die christliche Ehe ist somit nicht nur Abbild der Liebe Gottes, sondern auch Abbild des Bundes Gottes mit uns Menschen.

Man kann sich also nicht für eine begrenzte Zeit, für einige Jahre vielleicht, Liebe und Treue versprechen. Wer diesen Glauben nicht teilt, sollte besser von einer katholischen Eheschließung Abstand nehmen.

Brautkleid oder Cutaway kann man auch auf dem Standesamt tragen.

Kinder

Gott ist der Schöpfer allen Lebens. Seine Liebe schuf den Menschen. Da die Ehe Abbild der Liebe Gottes ist, muss in einer katholischen Ehe zumindest grundsätzlich der Wunsch bestehen, Kindern das Leben zu schenken. Ob sich dieser Wunsch später erfüllt oder erfüllen kann, ist nicht entscheidend. Es gilt aber: wer Kinder in der Ehe von vornherein ablehnt, sollte auf eine kirchliche Trauung verzichten.

Zeitpunkt der Trauung

Trauungen sind von Montag bis Samstag möglich. Terminanfragen können Sie telefonisch oder per E-Mail an das Pfarrbüro richten. Bedenken Sie bitte, dass am Samstag-Nachmittag Trauungen aufgrund fester Tauftermine und der Vorabendmesse nur um 13.3o h (oder früher) und um 16.oo h möglich sind.

Ort der Trauung

Trauungen finden nur in Kirchen statt. Grundsätzlichlicher Ort der Trauung ist die Pfarrkirche St. Dionysius zu Übach. Sie sind aber auch in St. Fidelis zu Boscheln, St. Dionysius zu Frelenberg, St. Mariae Heimsuchung zu Marienberg und St. Mariae Himmelfahrt zu Scherpenseel und der Petruskapelle möglich. Beachten Sie bitte jedoch bei der Petruskapelle das begrenzte Platzangebot für etwa 40 Personen.

Anmeldung

Vor der Trauung muss das Brautpaar jeweils einen ‚Auszug aus dem Taufregister‘ vorlegen, aus dem hervorgeht, wann sie getauft und gefirmt sind und dass keine Ehehindernisse bestehen. Der Auszug darf gerechnet auf den Zeitpunkt der Trauung nicht älter als 6 Monate sein. Es muss beim Taufpfarramt angefordert werden. Bei katholischen Taufen innerhalb Übach-Palenbergs ist dies nicht erforderlich. Der ‚Auszug aus dem Taufregister‘ dient bei Katholiken auch als Nachweis des Ledigenstandes.

Evangelische Christen erhalten diesen Nachweis beim Standesamt. Ferner ist bei ihnen eine Kopie der Taufurkunde erforderlich und ein Dimissoriale (lateinisch = Entlassschein; er bescheinigt die Zugehörigkeit zur Evangelischen Kirche, damit die Eheschließung in einer anderen Gemeinde stattfinden kann). Das Dimissoriale ist erhältlich im evangelischen Wohnsitzpfarramt.

Anmeldeformular

Vorehen

Eine einmal gültig geschlossene Ehe ist unauflöslich, eine Wiederheirat nicht möglich. Das katholische Eherecht lässt aber eine sorgfältige Prüfung zu, ob denn eine Ehe in diesem Sinne auch zustande gekommen ist, also das unauflösliche Eheband besteht. Das ist von Interesse für jene Brautleute, die bereits eine Ehe eingegangen und staatlich geschieden sind.
Es gibt zwei grundsätzliche Möglichkeiten: Die Ehe wurde wegen eines Formmangels oder wegen eines anderen Ehemangels (beispielsweise mangelnder Ehewille, Ablehnung der Unauflöslichkeit oder Ablehnung von Kindern) ungültig geschlossen. Während letzterer Fall immer von einem Kirchengericht (Offizialat) entschieden wird, geschieht die Nichtigkeitserklärung wegen Formmangels auf Antrag durch den Bischof. Aber auch hier kann die Zusammenstellung der notwendigen Unterlagen aufwändig sein und längere Zeit in Anspruch nehmen. Bitte wenden Sie sich bei Fragen an das Pfarrbüro und haben Sie Verständnis, dass in diesem Fall keine verbindliche Terminzusage für die kirchliche Trauung möglich ist.

Ehevorbereitungsprotokoll

Frühestens 6 Monate vor dem Hochzeitstermin kann das Ehevorbereitungsprotokoll erstellt werden.

Zuständig ist immer der Pfarrer des Wohnortes. Wenn das Brautpaar in Übach-Palenberg wohnt und anderswo heiraten möchte, wird das Ehevorbereitungsprotokoll hier erstellt und anschließend an die Traupfarrei geschickt. Genauso ist es umgekehrt: kommt das Brautpaar von auswärts und möchte in Übach-Palenberg kirchlich heiraten, muss das Ehevorbereitungsprotokoll in der Wohnsitzpfarrei erstellt und anschließend nach Sankt Petrus geschickt werden. In diesem Fall ist es also erforderlich, mit beiden Pfarrämtern Verbindung aufzunehmen.

Bei dem Ehevorbereitungsprotokoll geht es neben einigen Formalia wie Namen, Anschriften etc., zunächst um die Feststellung, ob keine Ehehindernisse oder Trauverbote vorliegen. Im Zentrum stehen aber die Fragen nach der Bereitschaft zu einer christlichen Ehe. Das sind jene Fragen, die das Brautpaar in der Kirche dann später öffentlich beantwortet. Hierbei geht es um die Sakramentaliät der Ehe, die Unauflöslichkeit, die eheliche Treue, die Sorge um das beiderseitige Wohl und die Annahme von Kindern. Prüfen Sie sich, ob Sie zu diesen zentralen Fragen wirklich „Ja“ sagen können. Sollte ein Partner nicht katholisch sein, muß der katholische Teil auch erklären, dass er alles in seiner Macht Stehende tun wird, um etwaige Kinder aus der Ehe katholisch taufen zu lassen und im katholischen Glauben zu erziehen. Der nicht katholische Partner muss von dieser Verpflichtung wissen.

Der Ablauf

Feierlicher Wortgottesdienst oder Brautmesse?

Wenn das Brautpaar zu den regelmäßigen Messbesuchern gehört, kann es sinnvoll sein, die Trauung im Rahmen einer Messfeier zu halten. Aber auch hier ist zu bedenken: die Messfeier setzt ein Mitbeten, Mitsingen und Mitvollziehen der Riten voraus. Sollten die Gottesdienstteilnehmer vorhersehbar keine Beziehung zur Eucharistiefeier haben und selbst nicht regelmäßig daran teilnehmen oder wenn mit einem überwiegenden Anteil von Nicht-Katholiken unter den Hochzeitsgästen zu rechnen ist, kann die Messfeier schnell zu einem „Trauerspiel“ werden, weil viele Teilnehmer stark verunsichert sind, was sie nun mitsprechen oder mitsingen sollen und wie die Riten zu vollziehen sind. Dann sind oft alle froh, wenn die ‚Veranstaltung‘ zu Ende ist.

In diesem Fall empfiehlt es sich, die Eheschließung im Rahmen eines Wortgottesdienstes zu begehen, was in Sankt Petrus im übrigen auch die Regel ist. Seien Sie unbesorgt: Der Wortgottesdienst anlässlich einer Hochzeit ist genauso feierlich wie eine Heilige Messe, dauert aber nicht so lange. Es sind in der Regel 45 Minuten.

Übrigens: Gemeinsame kirchliche Trauungen (im Volksmund ‚ökumenische Trauungen‘ genannt), gibt es in zwei Formen: findet sie in der katholischen Kirche statt, handelt es sich um eine katholische Trauung unter Teilnahme eines evangelischen Geistlichen; findet sie in einer evangelischen Kirche statt, handelt es sich um eine evangelische Trauung unter Teilnahme eines katholischen Geistlichen. Bitte beachten Sie: diese Form verlangt vom Brautpaar in der Regel doppelt so viele Vorbereitungstermine.
Ablauf der Trauung
  • Einzug
  • Lied
  • Begrüßung durch den Priester
  • Oration (Gebet für das Brautpaar)
  • Lied
  • Lesung oder Evangelium (oder beides mit einem Lied dazwischen)
  • Ansprache
  • Trauung
    • Fragen nach der Bereitschaft zu einer christlichen Ehe
    • Segnung der Ringe
    • Vermählung durch das Ja-Wort und Anstecken der Ringe
    • Bestätigung der Vermählung
    • Segnung
  • Orgelspiel: währenddessen unterschreiben die Trauzeugen
  • Fürbitten
  • Vater unser
  • Feierlicher Schlußsegen
  • Lied
  • Auszug des Brautpaares

Sollte die Taufe eines Kindes im Zusammenhang mit der Trauung gewünscht sein, so findet die Taufe zu Beginn des Gottesdienstes statt.

Trauzeugen

Traditionell bringt der Bräutigam einen Trauzeugen und die Braut eine Trauzeugin mit, die sich selbst zum katholischen oder christlichen Glauben bekennen. Pflicht ist dies jedoch nicht. Es kommen alle Personen in Frage, die fähig sind, den Vorgang der Trauung zu beobachten und gegebenenfalls zu bezeugen. Auch Minderjährige können Trauzeugen sein, sollten jedoch das 14. Lebensjahr vollendet haben. Es ist nicht erforderlich, dass sie vor der Trauung benannt werden. Nach der Trauung werden die Trauzeugen gebeten, ihre Personalien (Vorname, Familienname, Postleitzahl, Wohnort) in das Ehevorbereitungsprotokoll einzutragen und zu unterschreiben. Eine Eheschließung ohne Trauzeugen ist nicht möglich. Grundsätzlich sind nur zwei amtliche Trauzeugen vorgesehen.

Möglichkeiten des Mitwirkens
  • Auswahl von Lesung oder/und Evangelium
    Bitte beachten Sie, dass diese Texte aus der Heiligen Schrift nicht durch weltliche Texte, wie zum Beispiel „Der kleine Prinz“, ersetzt werden können.
  • Auswahl von Fürbitten. Es sind selbstformulierte Fürbitten möglich. Zu beachten ist aber, dass Fürbitten Bitten an Gott sind.
  • Auswahl von Liedern aus dem Gotteslob. Es ist jedes Lied aus dem katholischen Gesangbuch „Gotteslob“ möglich.
  • musikalische Mitwirkung eines Chores oder Solisten. Bitte beachten Sie die Hinweise weiter unten.
  • Mitwirkung eines Lektors aus dem Kreis der Angehörigen, Freunde oder Nachbarn
  • Mitwirkung eines Priesters oder Diakons aus dem Verwandtschafts- oder Freundeskreis
Musik

Gottes Lob ist der lebendige Mensch. In der Hochzeitsfeier bitten, loben, ehren und danken wir Gott durch unseren Gesang. Denn wer singt, betet doppelt. Gott bitten, loben, ehren und danken kann aber nur der lebendige Mensch. Von daher ist der Einsatz von Tonträgern (wie z.B. CD’s, MP3-Playern, USB-Sticks) in der Kirche nicht möglich und haben ihren Platz in der anschließenden Hochzeitsfeier.
Deshalb ist in Sankt Petrus die Orgel das Instrument bei der Trauung. Eine Begleitung der Orgel durch Geige, Querflöte, Trompete etc. ist möglich.

Wenn das Brautpaar zu der Einschätzung gelangt, dass weder sie selbst noch ein überwiegender Teil der Hochzeitsgäste des Singens von Kirchenliedern mächtig sind, können die Kirchenlieder auch vollständig durch Orgelspiel ersetzt werden.

Die Begleitung der Hochzeit durch einen Chor ist ebenfalls nach Absprache mit dem Priester möglich. Das gleiche gilt für eine Solistin oder einen Solisten.
Beachten Sie bitte auch, dass wir einen Gottesdienst feiern, in dem die Gesänge auch von Chören oder Solisten nicht der Unterhaltung dienen, sondern dem Lob und der Ehre Gottes. Dies ist bei der Auswahl der Gesänge zu beachten! Weltliche Titel sind daher unpassend.

Kirchenlieder aus dem „Gotteslob“ und klassisches Orgelspiel sind durch einen Pauschalvertrag mit der GEMA abgegolten und müssen nicht angemeldet werden. Dies gilt aber nicht, wenn ein Chor oder eine Sängerin bzw. ein Sänger aktuelle Kompositionen oder Texte singt. Darum sind bei Einsatz einer Sängerin oder Sängers bzw. Chores die Stücke grundsätzlich bei der GEMA anzumelden und die Pfarrei von Forderungen der GEMA freizustellen. Eine Erklärung finden Sie hier.

Liedheft

Gerne kann das Brautpaar ein Liedheft erstellen, in dem auch der Ablauf der Trauung beschrieben wird.

Blumenschmuck

Wenn das Brautpaar sich eine feierlich und schön geschmückte Kirche wünscht, ist das gerne möglich. In der Regel wird vom Brautpaar ein Blumengeschäft damit beauftragt. Denn es gibt nichts Schlimmeres als Blumengestecke, die entweder falsch dimensioniert sind oder eine Farbauswahl haben, die nicht zur Kirchenausstattung passt. Eine Absprache mit der Küsterin ist unbedingt erforderlich: kuester@petrus.de.

Brautkerze

Die Brautkerze ist ein wunderbares Erinnerungsstück an die kirchliche Trauung. Man kann sie an den Hochzeitstagen entzünden oder auch in Augenblicken, wo es in der Ehe ‚dunkel‘ geworden ist. Man kann sich so an jene ‚hellen‘, strahlenden Augenblicke erinnern, zu denen ja gerade die kirchliche Hochzeit gehört, und daraus wieder Kraft und Mut für einen Neuanfang schöpfen.

Die Brautkerze kann beim Einzug durch ein Kind (brennend) vorausgetragen werden oder auch schon auf dem Traualtar stehen. Eine Segnung der Brautkerze am Anfang ist möglich.

Ringe

Es gibt Dinge, die sind so selbstverständlich, dass man sie eigentlich nicht zu erwähnen braucht: die Eheringe. Ohne die Eheringe kann die Trauung nicht stattfinden. Wenn sie vergessen wurden und das Brautpaar vor der Trauung durch die Kirche läuft, um sich passende Ringe auszuleihen, mag der eine oder andere das lustig finden. Für das Brautpaar ist es das sicherlich nicht.

Es kann daher sinnvoll sein, die Eheringe am Tag vor der Hochzeit einem Trauzeugen oder den Eltern zu übergeben, die sie dann mit zur Kirche bringen.

Die Eheringe kann während der Trauung ein Trauzeuge oder auch ein Blumenmädchen bereithalten und übergibt sie nach der Segnung dem Priester. Sie können auch auf einem Tablett, das die Pfarrei bereitstellt, oder auf einem Kissen, welches das Brautpaar bereitstellt, liegen.

Bei einer Brautmesse wird gebeten, die Eheringe vor Beginn in der Sakristei abzugeben, da sie in diesem Fall von Ministranten zur Segnung herbeigebracht werden.

Fotografieren und Filmen

In einem Wortgottesdienst ist Fotografieren und Filmen durchgehend möglich. Bei einer Brautmesse gibt es Einschränkungen. Im Mittelpunkt steht nämlich immer der Gottesdienst und nicht das Fotografieren. Wenn der eigentliche Trauungsakt im Blitzlichtgewitter untergeht und das Klicken der Kamera, verstärkt durch das Mikrofon, ein dauerndes Hintergrundgeräusch bildet, werden die Fotos vielleicht schön, die Erinnerungen an die Trauung aber weniger schön sein.

Auch ein Photograph, der beispielsweise beim Anstecken der Ringe versucht den Priester von seinem Platz wegzudrücken, um eine seiner Meinung nach bessere Fotoposition zu erreichen, macht die Trauung nicht unbedingt feierlicher. Und ob es schön ist, wenn beim Ja-Wort acht Gäste nach vorne stürzen um ihre Smartphones hinzuhalten, ist zumindest fraglich.

Am besten meldet sich der beauftragte Photograph vor der Trauung beim Priester in der Sakristei zu einer kurzen Absprache. Wenn der Photograph nicht nur den Ablauf, sondern auch die genauen Standorte in der Zeremonie kennt, gelingen die besten Fotos.

Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Fotos die Regeln der DSGVO. Genauso bei den fotografierten Personen das Recht am eigenen Bild (§§ 22 ff. KunstUrhG).

Blumenstreuen und anderes

Blütenblätter können auf den Kirchenböden unschöne Flecken hinterlassen und der Küsterin und der Reinigungskraft viel unnötige Arbeit machen. Zudem könnte, je nach Menge, auch eine Rutschgefahr entstehen. Wenn Blumen gestreut werden sollen, dann ist dies im Eingangsbereich der Kirche, also unter dem Turm oder der Empore, sicherlich kein Problem. Nehmen Sie in diesem Fall bitte echte Blütenblätter, denn die können dann anschließend einfach zum Kircheneingang herausgekehrt werden.
Das Werfen von Reis ist sowohl in der Kirche als auch außerhalb der Kirche unerwünscht, denn Reis ist ein Grundnahrungsmittel, das für viele Menschen nur sehr knapp oder unzureichend vorhanden ist. Es ist höchst unpassend, wenn wir auch noch im kirchlichen Bereich Nahrungsmittel auf die Straße werfen.

Bei einem Wortgottesdienst findet keine Kollekte statt. In einer Heiligen Messe ist sie dagegen bei der Gabenbereitung obligatorisch. Die Kollekte wird der Kirchenkasse zugeführt und dient dem Unterhalt des Kirchengebäudes.

Ministranten sind bei einem Wortgottesdienst in der Regel nicht anwesend, da sie hier keine wirkliche Aufgabe haben. Bei einer Heiligen Messe ist das anders. Hier werden sie gebraucht. Wenn die Brautmesse nicht gerade während der Schulzeit ist, bemüht sich die Pfarrei um Ministranten aus der entsprechenden Gemeinde. Die Ministranten verrichten diesen Dienst zusätzlich in ihrer Freizeit. Über ein Trinkgeld als kleines Dankeschön freuen sie sich immer.