Beichte

Beichte

Jesus Christus sagt: „Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben.“
(Joh 20,23)

Von Sünden wird heute kaum noch gesprochen. Bestenfalls noch im Zusammenhang mit Umwelt (Umweltsünder), Verkehr (Verkehrssünder) oder Sahnetorte (Sünde gegen die Figur).

Sünde ist aber viel mehr als nur „böse Tat“. Zu Beginn der heiligen Messe beten wir im Schuldbekenntnis: „Ich bekenne Gott …, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe. Ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken …“. Die Reihenfolge ist hier durchaus eine Rangordnung. An erster Stelle steht das Unterlassen des Guten. Dann kommen die bösen Gedanken und Worte. Zum Schluss erst kommen die bösen Taten. Als Söhne und Töchter Gottes sind wir in der Taufe Christus ähnlich geworden und berufen, so wie Er zu leben und Gutes zu tun. Nicht nur die Verletzung der Gebote Gottes sind daher Sünde, sondern vor allem auch das Unterlassen des Guten.

Die Taufe entreißt den Menschen zwar der Macht der Sünde und versetzt ihn in das neue Leben als Kind Gottes. Sie befreit uns aber nicht von menschlicher Schwäche und der Neigung zur Sünde. Schwere Sünden zerstören die heiligmachende Gnade in uns, die wir in der Taufe empfangen haben. Indem der Mensch sich bei der Beichte mit Gott versöhnt, wird er wieder in den Stand dieser heiligmachenden Gnade versetzt.

Die Beichtgelegenheiten werden im Pfarrbrief veröffentlicht. Zudem können Sie sich auch im Pfarrbüro erkundigen oder den Priester nach der heiligen Messe ansprechen.

„Die Beichte ist das Sakrament, in dem Gott Seine Gerechtigkeit zu vergessen scheint, um nur Sein Erbarmen zu zeigen. Seine größte Freude ist es, uns zu verzeihen. Machen wir also dem Vater diese Freude: Kehren wir um zu ihm, und wir werden glücklich!“

Johannes Maria Vianney, der heilige Pfarrer von Ars